Beitragsanpassung 2026

Warum steigt der Deichbeitrag 2026?

Die Anpassung des Deichbeitrages ist erforderlich, weil die Kosten für die Unterhaltung und Sicherung unserer Hochwasserschutzanlagen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an einen dauerhaft sicheren Hochwasserschutz erhöht.

Nachfolgend erläutern wir die Gründe für die Anpassung des Beitragsaufkommens. Die Einzelheiten zur neuen Beitragsberechnung finden Sie in unserer FAQ zum Deichbeitrag 2026.

Warum muss das Beitragsaufkommen erhöht werden?

Der Leda-Jümme-Verband muss seine Deiche und Hochwasserschutzanlagen dauerhaft unterhalten, kontrollieren und in einem ordnungsgemäßen und funktionsfähigen Zustand erhalten.

Die hierfür erforderlichen Aufwendungen sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Das betrifft insbesondere die Kosten für Personal, Maschinen, Material, Fremdleistungen und weitere Leistungen, die für die Unterhaltung und Sicherung der Anlagen erforderlich sind. Die aktuell sehr hohen Kosten für Treibstoffe stehen dabei exemplarisch für die Kostenentwicklungen auch in anderen Bereichen.

Das bisherige Beitragsaufkommen reicht deshalb nicht mehr aus, um die notwendigen Aufgaben dauerhaft zu finanzieren.

Die Beitragserhöhung dient damit vor allem dazu, die Finanzierung des notwendigen Hochwasserschutzes an den tatsächlichen Aufwand anzupassen.
Sind die Kosten des Verbandes tatsächlich gestiegen?

Ja. Die Unterhaltung von Deichen und Hochwasserschutzanlagen ist in den vergangenen Jahren kostenintensiver geworden.

Neben allgemeinen Kostensteigerungen haben sich auch die Anforderungen an die Unterhaltung und Überwachung der Anlagen verändert. Deiche müssen regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Schäden und Schwachstellen müssen erkannt und beseitigt werden, bevor daraus größere Gefahren entstehen.

Gleichzeitig müssen die vorhandenen Anlagen dauerhaft erhalten und an veränderte Anforderungen des Hochwasserschutzes angepasst werden. Durch den konsequenten Ausbau und Erweiterung der Anlagen in den letzten Jahren und Jahrzehnten erhöht sich auch zwangsläufig der Unterhaltungsaufwand.

Warum kann man die Kosten nicht einfach auf dem bisherigen Niveau halten?

Eine dauerhaft sichere Deichunterhaltung kann nicht nach dem Grundsatz erfolgen, möglichst wenig auszugeben. Entscheidend ist, dass die erforderlichen Maßnahmen tatsächlich durchgeführt werden können.

Werden notwendige Unterhaltungsmaßnahmen zurückgestellt, entstehen Schäden und Mängel. Aus ursprünglich überschaubaren Unterhaltungsarbeiten können später wesentlich aufwendigere und kostenintensivere Maßnahmen zur Schadensbeseitigung werden.

Der Verband ist deshalb gehalten, die Finanzierung so auszurichten, dass die gesetzlichen Aufgaben dauerhaft ordnungsgemäß erfüllt werden können.

Hat die Beitragserhöhung etwas mit dem neuen Beitragsmaßstab zu tun?

Die beiden Vorgänge müssen unterschieden werden.

Der neue Beitragsmaßstab wurde durch den Niedersächsischen Landtag eingeführt. Er ersetzt den bisherigen, auf Einheitswerten beruhenden Maßstab und verändert die Verteilung der Beitragslast zwischen den Mitgliedern.

Die Anpassung des Beitragsaufkommens ist dagegen erforderlich, weil die für die Erfüllung der Verbandsaufgaben notwendigen Aufwendungen gestiegen sind.

Vereinfacht gesagt:
Der neue Beitragsmaßstab beantwortet die Frage, wie die Beitragslast verteilt wird. Der Beitragssatz beantwortet die Frage, wie viel insgesamt für die Aufgabenerfüllung benötigt wird.
Warum trifft die Erhöhung die Mitglieder unterschiedlich stark?

Die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Beiträge hängt wiederum mit dem neuen gesetzlichen Beitragsmaßstab zusammen.

Dieser berücksichtigt Grundstücks- und Gebäudemerkmale und verteilt die Beitragslast dadurch anders als der bisherige Maßstab.

Deshalb kann die Anpassung des erforderlichen Beitragsaufkommens bei einzelnen Mitgliedern zu einer deutlich höheren Beitragssumme führen, während andere Mitglieder eine geringere Veränderung feststellen.

Die konkrete Berechnung Ihres Beitrages und die zugrunde gelegten Grundstücks- und Gebäudedaten erläutern wir ausführlich in unserer FAQ zum Deichbeitrag 2026.

Könnte der Verband die Beitragserhöhung vermeiden, indem er weniger für die Deiche ausgibt?

Der Verband ist verpflichtet, wirtschaftlich und sparsam zu arbeiten. Dabei darf die notwendige Unterhaltung der Hochwasserschutzanlagen nicht auf ein Maß reduziert werden, bei dem die ordnungsgemäße Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben gefährdet wird.

Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob einzelne Ausgaben grundsätzlich eingespart werden können, sondern welche Maßnahmen für einen sicheren und dauerhaften Hochwasserschutz tatsächlich erforderlich sind.

Der Verband überprüft seine Ausgaben fortlaufend und setzt die vorhandenen Mittel entsprechend den gesetzlichen Aufgaben und den Erfordernissen des Hochwasserschutzes ein.

Was passiert, wenn die Beiträge nicht angepasst werden?

Wenn die laufenden Aufwendungen dauerhaft höher sind als die verfügbaren Einnahmen, entsteht eine Finanzierungslücke.

Eine solche Unterfinanzierung kann dazu führen, dass notwendige Maßnahmen nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt werden können. Das widerspricht dem gesetzlichen Auftrag des Verbandes, die Hochwasserschutzanlagen ordnungsgemäß zu unterhalten.

Die Anpassung des Beitragsaufkommens soll deshalb sicherstellen, dass die erforderlichen Aufgaben auch künftig zuverlässig finanziert werden können.

Die Beitragserhöhung ist keine Maßnahme zur Bildung eines beliebigen Überschusses, sondern dient dazu, die Finanzierung der notwendigen Verbandsaufgaben sicherzustellen.
Kurz zusammengefasst: Warum ist die Beitragserhöhung notwendig?

Die Kosten für einen dauerhaft funktionsfähigen Hochwasserschutz sind gestiegen. Das bisherige Beitragsaufkommen reicht deshalb nicht mehr aus, um die notwendigen Aufgaben des Verbandes in dem erforderlichen Umfang zu finanzieren.

Das Beitragsaufkommen wird daher an den tatsächlichen Finanzbedarf angepasst.

Die Erhöhung des Deichbeitrages ist notwendig, damit der Leda-Jümme-Verband seine gesetzlichen Aufgaben auch künftig zuverlässig erfüllen und die Hochwasserschutzanlagen dauerhaft sicher unterhalten kann.